Festas de S√£o Filipe

In diesem Jahr finden die Festas de S√£o Filipe wieder wie gewohnt in der letzten Aprilwoche bis zum Finale am 1. Mai statt. Hier das Programm:

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Regierung ruft den Katastrophenfall aus

Verdorrter Mais

Gestern hat die kapverdische Regierung den Katastrophenfall f√ľr 18 der 22 Landkreise ausgerufen. Anlass ist die starke Beeintr√§chtigung der Landwirtschaft durch die D√ľrre, die die Kapverden nunmehr seit 4 Jahren fest im Griff hat. Die Hoffnung der Bauern auf eine gute Saison nach den Regenf√§llen im letzten Sommer haben sich mangels weiterer Niederschl√§ge zerschlagen. Ausgenommen sind lediglich die Landkreise Sal, Boavista, S√£o Vicente und Mosteiros auf der Insel Fogo. Die drei ersteren, weil dort keine nennenswerte Landwirtschaft betrieben wird. Und im Kreis Mosteiros kann wegen der besonderen geograhischen Bedingungen auch bei ausbleibenden Niederschl√§gen noch Landwirtschaft betrieben werden.

Als wesentliche Auswirkungen nennt die Regierung die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums mit gravierenden Auswirkungen auf die soziale Stabilität des Landes, Preisauftrieb bei Lebensmitteln, Zunahme von Arbeitslosigkeit und Engpässe bei der Lebensmittelversorgung. Als Folge verschlechtert sich die Gesundheitslage der Bevölkerung, immer mehr Kinder bleiben der Schule fern und viele Familien fliehen in die Städte, wo sie häufig in den Slums an der Peripherie unterkommen und auch der Verelendung preisgegeben sind.

Zus√§tzlich verst√§rkend wirkt die Covid-19-Pandemie, die den Wirtschaftszweig „Tourismus“ zeitweise vollst√§ndig zum Erliegen gebracht hat und so ebenfalls zur Verarmung von weiten Teilen der Bev√∂lkerung beigetr√§gt.

Die Feststellung des Katastrophenfalls ermöglicht die kurzfristige Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln, um die schlimmsten Auswirkungen auf die Bevölkerung etwas abzumildern.

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… war nichts mit dem Gl√ľck

Nach dem hoffnungsvollen Artikel im September hat das Regengl√ľck die Insel Fogo verlassen. Zumindest auf der S√ľd- und S√ľdwestseite der Insel sind keine nennenswerten Niederschl√§ge mehr gefallen.

Der Mais ist nach dem Regen im August gut aufgelaufen, aber mittlerweile ist er wieder vertrocknet und es gibt es keine Chance mehr, dass er sich nochmal erholt – auch wenn es in den n√§chsten Wochen noch Regenf√§lle geben sollte. Die Bohnenstr√§ucher sind noch nicht vollst√§ndig vertrocknet, aber wenn es sie √ľberhaupt geben sollte, wird die Ernte sehr gering ausfallen.

Hinzu kommt noch der durch den Coronavirus stark reduzierte Tourismus. Auch hier sind die Eink√ľnfte der Bev√∂lkerung enorm zur√ľckgegangen. Beides zusammen wird viele Haushalte in eine kritische Situation bringen.

Etwas besser sieht es auf der Nordwest- und Nordseite der Insel aus. Hier werden die Ernteerträge zwar deutlich geringer ausfallen, als im letzten Jahr, aber ein Totalausfall ist nicht zu erwarten. Zwischen Ponta Verde und Mosteiros haben die Bauern ihre Hoffnung noch nicht aufgegeben.

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Es tut sich was im Luftverkehr

Die Fluggesellschaft TICV (Transportes Interilhas de Cabo Verde) , die mehrheitlich im Besitz der Bestfly-Gruppe ist, hat gestern, am 24.10.2021 den inl√§ndischen Flugbetrieb wieder aufgenommen. Sie operiert nun mit zwei ATR72 zwischen den 7 Inseln, die √ľber einen Flughafen verf√ľgen: Santiago, Fogo, Sal, Maio, Boa Vista, S√£o Vicente und S√£o Nicolau.

Auch die M√∂glichkeit, Inlandsfl√ľge online zu buchen, wurde wieder eingerichtet unter http://www.bestflycaboverde.com

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… oder doch die F√§hre?

Kriola im Hafen von Brava

Nach dem R√ľckzug der spanischen Fluggesellschaft „Binter“ hat die angolanische „Bestfly“ den Inlandsflugbetrieb auf den Kapverden √ľbernommen. Dies allerdings nur notd√ľrftig und der Unmut ist gro√ü, sowohl bei Einheimischen wie bei Touristen.

Zum einen steht nur ein Flugzeug zur Verf√ľgung, dass den gesamten Flugbetrieb aufrechterhalten soll – viel zu wenig, um sechs Inseln miteinander zu verbinden. Au√üerdem bietet die Fluggesellschaft keine online-Buchungen an und verweist Interessenten an die Reiseb√ľros. Die Reiseb√ľros au√üerhalb der Kapverden haben aber ebenfalls keine M√∂glichkeit, direkt √ľber das Internet zu buchen.

Und zu allem √úberflu√ü werden Flugpl√§ne nur monatlich fortgeschrieben. Buchungen mit einem Vorlauf von mehreren Monaten sind gar nicht m√∂glich. Genau dies ist aber der Wunsch von Touristen aus √úbersee, wenn sie ihren Jahresurlaub auf Inseln planen, die √ľber keinen internationalen Flughafen verf√ľgen.

Am besten wendet man sich an ein lokales Reiseb√ľro in Praia, bucht dort den Flug und holt das Ticket dann bei der Durchreise ab.

Eine Alternative ist die F√§hrverbindung. Die Reederei CV Interilhas verbindet Santiago, Fogo und Brava mit der Schnellf√§hre Kriola. Aktuell gibt es Verbindungen von Santiago nach Fogo jeweils am Montag, Dienstag und Sonnabend um 15:00 Uhr. Die Fahrtzeit betr√§gt ca. 3,5 Stunden. Der Betreiber bietet online-Buchungen an. Allerdings werden die Fahrpl√§ne auch hier nur monatlich fortgeschrieben und langfristige Buchungen sind nicht m√∂glich. Diese sind allerdings auch nicht notwendig. Wenn man die F√§hre einen Monat vor der Reise bucht, wird man immer einen freien Platz finden. Im Zweifelsfall oder bei technischen Problemen bei der Buchung ist auch hier der Gang zum Reiseb√ľro erforderlich.

Eine ganz ungl√ľckliche Situation in einem Moment, in dem sich der wegen Corona am Boden liegende Tourismus gerade wieder erholen k√∂nnte. Vermutlich wird auf politischer Ebene bereits an der Beseitigung dieser Misere gearbeitet. Hoffentlich wird in naher Zukunft eine L√∂sung gefunden.

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