Vozinha

Nach seinem beeindruckenden Debüt im ersten Spiel Kap Verdes gegen Spanien mit 8 Paraden wurde die Leistung des Torhüters Vozinha von der internationalen Presse und den teilnehmenden Nationen des Turniers hoch gelobt.

Besonders hervorgehoben wurden seine Souveränität und sein hohes Leistungsniveau. Auch in den sozialen Medien war der Erfolg beachtlich: der kapverdische Nationalspieler verzeichnete nach dem Spiel gegen Spanien einen enormen Zuwachs an Followern – etwa 12 Millionen – was vermutlich einen wahren Geldregen für ihn ausgelöst hat.

Vozinha, der mit bürgerlichem Namen Josimar Dias heißt und aus dem Stadtteil Monte Sossego auf der Insel São Vicente stammt, spielte bereits für Vereine in Kap Verde, Angola, Moldawien, Portugal und Zypern und hat seit 2012 über 50 Länderspiele für Kap Verde bestritten. Aktuell ist er im Verein GD Chaves in der zweiten portugiesischen Liga unter Vertrag. Sein Spitzname bedeutet übrigens wörtlich übersetzt „Großmütterchen“. Er bekam ihn von Freunden in seiner Jugend, weil er bei seiner Großmutter aufgewachsen ist.

Vozinha ist aus sehr einfachen Verhältnissen und als zusätzlicher Motivationsschub erhält seine Mutter nun in einem beschleunigten Verfahren ein Visum für die USA , damit sie zum nächsten Gruppenspiel eingeflogen werden kann. Dies bestreiten die Kapverden in Miami am Sonntag dem 21. Juni gegen Uruguay – eine ähnlich schwere Aufgabe wie gegen Spanien. Mal sehen, ob sie wieder über sich hinauswachsen können.

22.6.26: … sie können und Mama ist begeistert!

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Ein Rotwein macht Karriere

Der Rotwein Chã 2024, hergestellt von der Genossenschaftswinzerei Agrocoop aus der Chã das Caldeiras, hat eine Silbermedaille beim renommierten Wettbewerb von Brüssel, einem der wichtigsten internationalen Weinwettbewerbe der Welt, gewonnen.

Der Chã 2024 wurde ausschließlich aus der sehr intensiven Rebsorte Baboso Negro hergestellt, die ihr charakteristisches Aroma besonders auf Lavaboden entfaltet und auch auf den Kanaren viel angebaut wird. Sie weist laut Wettbewerbsbeschreibung Aromen von Erdbeere, Kirsche und Schwarzkirsche auf und zeichnet sich zudem durch ihre Ausgewogenheit am Gaumen, feine Tannine und einen angenehm unkomplizierten Abgang aus.

Rosando Monteiro von Agrocoop betonte außerdem, dass die in Brüssel erhaltene Medaille aufgrund der hohen Intensität des Wettbewerbs, an dem Tausende von Weinen aus verschiedensten Weinbauregionen der Welt teilnehmen, eine besondere Bedeutung habe. Diese neue Auszeichnung stärkt den Ruf der Weine der Chã das Caldeiras und macht die Produkte von der Insel Fogo und den Kapverden international bekannter.

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„Wir sind zu klein!“

Fischer und Fischhändler setzten sich am 8. Juni in Praia anlässlich des Weltozeantages für mehr Unterstützung des Fischereisektors, eine Überprüfung des Fischereiabkommens zwischen den Kapverden und der Europäischen Union sowie für Verbesserungen der Betriebs-bedingungen im Fischereihafen ein.

Gemäß den Fischereiabkommen mit der Europäischen Union und China zum Fischfang in kapverdischen Gewässern verfügen die ausländischen Schiffe über die Erlaubnis und die Mittel, auf offener See zu fischen und die Fischschwärme zu erbeuten, bevor diese die Küste erreichen. Die einheimischen Fischer operieren dort mit ihren kleineren Booten und bekommen nur noch das, was „die Großen“ übrig lassen. Erforderlich sei die Bereitstellung finanzieller Mittel für den Kauf größerer Schiffe, damit die Fischer weiter entfernte Gebiete erreichen könnten, war die immer wieder geäußerte Forderung.

Außerdem bestünde die Notwendigkeit, die Betriebsbedingungen des Fischereihafens in Praia und auch anderer Häfen zu verbessern, insbesondere im Hinblick auf Organisation, Fischkonservierung und Qualitätskontrolle.

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Kindesmißbrauch auf den Kapverden

Am 1. Juni wurde auf den Kapverden der Tag des Kindes gefeiert und das hat die Kindertagesstätte Nha Nerina in São Filipe zum Anlaß genommen, mit einem Umzug auf das Schicksal von Kindern aufmerksam zu machen, die keine feste Familienanbindung haben, häufig auf der Straße leben und oft von Mißbrauch betroffen sind.

Sexueller Mißbrauch geschieht auch durch Einheimische, aber die Kapverden haben sich in den letzten Jahren darüber hinaus zu einem hotspot für Pädophile entwickelt, die unter dem Deckmantel des Tourismus einreisen. Ihnen werden dort von „Vermittlern“ gegen entsprechende Bezahlung Kinder aus Armutsfamilien zum Mißbrauch zugeführt.

Neben Fogo sind die Inseln Sal und Boavista dafür bekannt, dass sie von Ausländern besucht werden, um sich dort an Kindern zu vergehen. Die Inseln verfügen über einen internationalen Flughafen und können schnell aufgesucht und auch wieder verlassen werden

Insbesondere bei Kindern, die keine stabilen Lebensverhältnisse haben und die von keinen Eltern oder anderen Bezugspersonen beschützt werden, haben diese Kriminellen leichtes Spiel.

Für Kinder, die dieser Gefahr ausgesetzt sind, bietet die Kindertagesstätte Nha Nerina auf Fogo einen geschützten Rahmen und eine verläßliche Anlaufstelle. Eine wichtige Rolle spielt dabei die warme Mahlzeit, die dort täglich dank der Unterstützung durch den Verein Fogos Kinder angeboten wird und über die der Kontakt zu Kindern gehalten werden kann, die nicht mehr zur Schule gehen und am Rande der Verwahrlosung stehen.

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Die Sucupira brennt

Auf der sucupira in Ponta Belém in der Hauptstadt Praia ist ein Großbrand ausgebrochen, der über 80 % der Verkaufsstände zerstörte und auch Wohnhäuser und ein Gebäude beschädigte. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war vor Ort und bekämpfte die Flammen.

Viel Kritik gab es seitens der Bevölkerung an der Arbeit der Feuerwehr. Sie sei erst mit großer Verzögerung und zu wenig Einsatzwagen eingetroffen. Die Tanks der Löschfahrzeuge hätten mehrfach nachgefüllt werden müssen, was die Löscharbeiten stark behinderte. Nur das beherzte Eingreifen von Anwohnern hätte noch Schlimmeres verhindert. Gefordert werden größere Investitionen in Zivil- und Katastrophenschutz.

Zur Brandursache gab die Polizei an, dass der Brand vermutlich von Kindern ausgelöst wurde, die mit Feuer spielten. Es wurden ca 320 hauptsächlich mit Kleidung gefüllte Fässer der Strassenhändlerinnen zerstört.

Die Stadtverwaltung teilte mit, sie würde pro Fass einen Schadensersatz von umgerechnet 230 Euro zahlen und der Markt werde mit besseren Brandschutzeinrichtungen wieder aufgebaut.

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