
Einen Monat nach dem dramatischen Verkehrsunfall auf der Insel Fogo sind acht Personen weiterhin mit einer „roten Flagge“ gekennzeichnet, so der klinische Psychologe Olivar Ribeiro. Anfänglich hatte das Interventionsteam 30 der betroffenen Familien bzw. Personen mit einer roten Flagge versehen.
Mit einer „Roten Flagge“ werden die Menschen gekennzeichnet, deren psychosoziale Betreuung oberste Priorität hat, weil ihnen die Verarbeitung der Todesfälle vom 6. September große Probleme bereitet.
Am 6. September waren 25 Menschen bei dem folgenschwersten Busunfall auf den Kapverden ums Leben gekommen.
Die „Rote Flagge“ erhalten Personen, die intensive klinische und psychotherapeutische Unterstützung benötigen, um die Trauer über verstorbene Angehörige zu bewältigen. Sie werden je nach Bedarf, aber mindestens drei Mal wöchentlich aufgesucht
Olivar Ribeiro hob hervor, dass die Reduzierung auf acht Personen mit einer roten Flagge den Fortschritt verdeutlicht, der in den ersten 30 Tagen der Intervention erzielt wurde. Ein besonderes Vorgehen des Teams ist erforderlich, wenn gleich mehrere Angehörige einer Person bei diesem Unfall ums Leben gekommen sind und es Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung gibt. Angestrebt ist eine schrittweise Reduzierung der Betreuung, damit die Betroffenen allmählich zu ihren gewohnten Abläufen zurückzukehren können.
Unter der Aufsicht des Ministeriums für Familienangelegenheiten soll das Krisenbüro voraussichtlich ein Jahr lang operativ tätig bleiben, um die Entwicklung der Familien zu beobachten und gegebenenfalls erneut eingreifen zu können.





















