Fogo ohne Strom und Wasser

Die drei Gemeinden der Insel Fogo werden vom Kraftwerk São Filipe versorgt, wo gerade Wartungsarbeiten am zweiten Generator durchgeführt werden. Das zuständige Unternehmen hatte angekündigt, dass es zu „gelegentlichen Störungen oder Unannehmlichkeiten durch partielle Stromausfälle im Stromnetz der Insel“ kommen könne.

Tatsächlich kommt es seit mehreren Tagen zu anhaltenden Stromausfällen, die in einigen Fällen 17 bis 24 Stunden andauern. Entsprechende Warnungen gab es nicht.

Die Häufigkeit und Dauer der Stromausfälle haben bei den Einwohnern der drei Gemeinden Empörung ausgelöst, da insbesondere verderbliche Lebensmittel bei Außentemperaturen von 30° C nicht mehr gekühlt oder eingefroren werden können und entsorgt werden müssen.

Die Stromausfälle wirken sich auch auf die Wasserversorgung aus, da der Betrieb mehrerer Pumpstationen und Systeme von der Stromversorgung abhängt. In São Filipe und anderen Gemeinden gibt es Stadtteile und Ortschaften, die seit dem 19. September ohne Wasser sind, und bisher gibt es keine Prognose für die Normalisierung der Wasserversorgung.

Es bleibt weiterhin ungewiss, wann die Stromversorgung wiederhergestellt sein wird und das System wieder normal funktionieren kann, was sich auch auf die Wiederaufnahme der regulären Wasserversorgung auswirkt.

Bis heute hat das zuständige Unternehmen keine neuen Informationen über die weitere Entwicklung der Situation veröffentlicht.

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Bevölkerung im Wandel

Laut einem Bericht des Nationalen Instituts für Statistik (INE) ist die Geburtenrate auf den Kapverden von 28 Geburten pro 1000 Einwohnern im Jahr 2000 auf 12 Geburten im Jahr 2025 zurückgegangen.

Hat eine Kapverderin im Jahr 2000 noch durchschnittlich 3,6 Kinder bekommen, sind es im Jahr 2025 noch 1,5. Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung wären langfristig 2 Kinder pro Frau notwendig.

Trotzdem steigt die Zahl der Einwohner der Kapverden noch immer leicht an. Es gibt derzeit eine vergleichsweise große Generation von Frauen im gebärfähigen Alter und die Anzahl der Geburten übersteigen noch die Anzahl der Sterbefälle in der vergleichsweise kleinen älteren Generation. Langfristig wird aber unter diesen Bedingungen aus der jungen kapverdischen Bevölkerung ähnlich wie in den hochentwickelten Industrieländern eine überalterte Gesellschaft werden und die Einwohnerzahlen werden zurückgehen.

Ein wichtiger Faktor ist die Entwicklung der Emigration, bei der Portugal die USA als bevorzugtes Ziel abgelöst hat. Die Statistik legt nahe, dass jährlich etwa 0,5 – 1,0 % der Bevölkerung emigrieren und dabei handelt es sich überwiegend um Fachkräfte aus Wirtschaft, Technik und Gesundheitswesen..

Ein weiterer Trend ist der Anstieg des durchschnittlichen Alters, in dem Frauen Kinder bekommen. Es stieg von 26,2 Jahren im Jahr 2016 auf 27,8 Jahre im Jahr 2024. Auffällig ist bei der Geburtenregistrierung, ein seit Langem bestehendes Problem in der kapverdischen Gesellschaft. Rund 6,4 % der Geburten werden ohne Vaterschaftsangabe registriert.

Auch die Anzahl der Eheschließungen hat sich verringert. Sie sank pro Jahr von 4,8 % auf 4,4 %. Die Daten des INE zeigen dabei einen zunehmenden Trend zu späterer Heirat bei beiden Geschlechtern. Zwischen 2016 und 2024 stieg das durchschnittliche Heiratsalter bei Männern deutlich auf 41 Jahre und bei Frauen auf 37 Jahre.

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Psychosoziale Hilfen nach der Tragödie

Um den Familien, die direkt oder indirekt von der Unfalltragödie des 5. September betroffen sind, zu helfen, wurde ein Unterstützungsteam gebildet, dem auch Psychologen und Mediziner aus der Hauptstadt Praia angehören.

Sie suchen die Familien auf und bemühen sich, das psychische Leid abzumildern, das durch den Verlust von Angehörigen oder Freunden entstanden ist und die Verarbeitung des Erlebten zu ermöglichen.

Der mehrfach geäußerte Vorschlag, den Beginn des neuen Schuljahres am 21. September um eine Woche zu verschieben, wird von diesem Team als nicht sinnvoll eingeschätzt. Den betroffenen Kindern und Familien würde es mehr helfen, wenn alle möglichst bald zu den gewohnten Routinen zurückkehrten. Der Kontakt mit Freunden und Klassenkameraden in der Schule könnte zum psychischen Genesungsprozess beitragen.

Für Lehrer und die Fahrer von Schulbussen werden kurzfristig Schulungen angeboten, um sie auf den Umgang mit den Ängsten der Kinder vorzubereiten.

Die Arbeit des Unterstützungsteams soll mit wechselndem Personal noch mindestens einen Monat fortgesetzt werden.

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Eine Tragödie

Bei einem Busunglück am späten Samstagnachmittag auf der Straße zwischen Chã das Caldeiras und Campanas de Cima im nördlichen Hochland der Gemeinde São Filipe kamen mindestens 25 Menschen ums Leben.

Die meisten Opfer sind Kinder und Jugendliche, die sich auf der Rückfahrt von einem Ausflug in die Chã das Caldeiras befanden.

Das Fahrzeug, in dem sich rund 40 Personen befanden, kam von der Strasse ab und stürzte in eine etwa 30 Meter tiefe Schlucht.

Am Unfallort wurden mindestens 20 Todesfälle bestätigt, darunter der Fahrer. Fünf weitere Menschen starben im Regionalkrankenhaus São Francisco de Assis.

Die Ursachen sind noch immer unbekannt. Der Fall zählt zu den größten Tragödien, die sich je auf den Straßen Kap Verdes ereignet haben.

Alle Verletzten befinden sich weiterhin in einem stabilen Zustand, zwei von ihnen wurden in das Zentralkrankenhaus nach Praia verlegt.

Die Behörden prüfen die Möglichkeit, den in den Unfall verwickelten Bus zu bergen. Ziel der Bergung ist es, weitere Gefahren zu vermeiden und das Fahrzeug für eine technische Untersuchung zu sichern.

„Der Unfallort ist zu einem Pilgerort für Menschen geworden, die Fotos und Videos machen“, erklärte ein Beamter und fügte hinzu, dass die Entfernung des Fahrzeugs notwendig sei, um zu verhindern, dass weitere Menschen zu diesem Ort reisen, dort ihre Fahrzeuge abstellen und sich so an dieser unübersichtlichen Stelle weitere Unfälle ereignen.

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Größer als gedacht

Die UN-Generalversammlung hat am 4. September eine Resolution angenommen, mit der die traditionelle Mercator-Weltkarte formell abgeschafft und durch eine Karte auf Basis der Equal-Earth-Projektion ersetzt werden soll, die die Größe Afrikas realistischer darstellt.

Aufgrund der seit 1569 genutzten Mercator-Projektion erscheinen Regionen in der Nähe des Äquators deutlich kleiner als sie tatsächlich sind, während Gebiete in höheren Breitengraden viel größer wirken.

UN-Resolutionen sind nicht bindend, aber dies könnte zu einer Aktualisierung von Schulbüchern und Internetplattformen führen, auf denen die Weltkarte abgebildet wird, und so die Wahrnehmung der Größe Afrikas verändern.

Die Mercator-Projektion ist winkeltreu und deshalb für die Navigation besonders gut geeignet, die Equal-Earth-Projektion dagegen gibt die Flächen der Kontinente maßstabsgetreu wieder. Bei der Mercator-Projektion wirken Regionen in Äquatornähe deutlich kleiner, als sie in der Realität sind. Dadurch erscheint Afrika ähnlich groß wie Grönland, obwohl es tatsächlich 14-mal größer ist.

Die Resolution wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen. Sechs Staaten enthielten sich, während die USA als einziges Land dagegen stimmten.

Einen realistischen Eindruck von den Flächenverhältnissen erhält man auch bei Google Earth in der Globus-Ansicht.

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