
Die UN-Generalversammlung hat am 4. September eine Resolution angenommen, mit der die traditionelle Mercator-Weltkarte formell abgeschafft und durch eine Karte auf Basis der Equal-Earth-Projektion ersetzt werden soll, die die Größe Afrikas realistischer darstellt.
Aufgrund der seit 1569 genutzten Mercator-Projektion erscheinen Regionen in der Nähe des Äquators deutlich kleiner als sie tatsächlich sind, während Gebiete in höheren Breitengraden viel größer wirken.
UN-Resolutionen sind nicht bindend, aber dies könnte zu einer Aktualisierung von Schulbüchern und Internetplattformen führen, auf denen die Weltkarte abgebildet wird, und so die Wahrnehmung der Größe Afrikas verändern.
Die Mercator-Projektion ist winkeltreu und deshalb für die Navigation besonders gut geeignet, die Equal-Earth-Projektion dagegen gibt die Flächen der Kontinente maßstabsgetreu wieder. Bei der Mercator-Projektion wirken Regionen in Äquatornähe deutlich kleiner, als sie in der Realität sind. Dadurch erscheint Afrika ähnlich groß wie Grönland, obwohl es tatsächlich 14-mal größer ist.
Die Resolution wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen. Sechs Staaten enthielten sich, während die USA als einziges Land dagegen stimmten.
Einen realistischen Eindruck von den Flächenverhältnissen erhält man auch bei Google Earth in der Globus-Ansicht.





















