
Laut einem Bericht des Nationalen Instituts für Statistik (INE) ist die Geburtenrate auf den Kapverden von 28 Geburten pro 1000 Einwohnern im Jahr 2000 auf 12 Geburten im Jahr 2025 zurückgegangen.
Hat eine Kapverderin im Jahr 2000 noch durchschnittlich 3,6 Kinder bekommen, sind es im Jahr 2025 noch 1,5. Für eine stabile Bevölkerungsentwicklung wären langfristig 2 Kinder pro Frau notwendig.
Trotzdem steigt die Zahl der Einwohner der Kapverden noch immer leicht an. Es gibt derzeit eine vergleichsweise große Generation von Frauen im gebärfähigen Alter und die Anzahl der Geburten übersteigen noch die Anzahl der Sterbefälle in der vergleichsweise kleinen älteren Generation. Langfristig wird aber unter diesen Bedingungen aus der jungen kapverdischen Bevölkerung ähnlich wie in den hochentwickelten Industrieländern eine überalterte Gesellschaft werden und die Einwohnerzahlen werden zurückgehen.
Ein wichtiger Faktor ist die Entwicklung der Emigration, bei der Portugal die USA als bevorzugtes Ziel abgelöst hat. Die Statistik legt nahe, dass jährlich etwa 0,5 – 1,0 % der Bevölkerung emigrieren und dabei handelt es sich überwiegend um Fachkräfte aus Wirtschaft, Technik und Gesundheitswesen..
Ein weiterer Trend ist der Anstieg des durchschnittlichen Alters, in dem Frauen Kinder bekommen. Es stieg von 26,2 Jahren im Jahr 2016 auf 27,8 Jahre im Jahr 2024. Auffällig ist bei der Geburtenregistrierung, ein seit Langem bestehendes Problem in der kapverdischen Gesellschaft. Rund 6,4 % der Geburten werden ohne Vaterschaftsangabe registriert.
Auch die Anzahl der Eheschließungen hat sich verringert. Sie sank pro Jahr von 4,8 % auf 4,4 %. Die Daten des INE zeigen dabei einen zunehmenden Trend zu späterer Heirat bei beiden Geschlechtern. Zwischen 2016 und 2024 stieg das durchschnittliche Heiratsalter bei Männern deutlich auf 41 Jahre und bei Frauen auf 37 Jahre.





















