
Die Kapverden wurden vor wenigen Tagen von den USA auf die Liste der Länder gesetzt, deren Staatsbürger eine Kaution von bis zu 15.000 US-Dollar für Geschäfts- oder Touristenvisa hinterlegen müssen. Jetzt rücken die Personen in den Focus, die bereits über ein Visum für eine Einwanderung in die USA verfügen oder ein solches beantragen wollen.
Im Visier sind 75 Länder, zu denen neben Brasilien und Russland auch Venezuela, Kuba und die Kapverden zählen. Eine Einwanderung aus diesen 75 Ländern, bei denen es sich mehrheitlich um afrikanische Länder handelt, ist laut US-Regierung auch bei einem bereits erteilten Einwanderungsvisum nicht mehr möglich.
Offiziell besteht das Ziel darin, die Einreise von Menschen zu „kontrollieren“, die zu einer „Belastung für die amerkanische Öffentlichkeit“ werden könnten.
Diese neuen Regelungen, die am 21. Januar 2026 in Kraft treten, stellen nicht nur eine Härte für die Kapverder dar, die einen Besuch oder eine Einwanderung in die USA geplant haben, sondern auch für ihre einheimischen Familien. Die Lebensqualität großer Teile der kapverdischen Bevölkerung hängt stark von den Zuwendungen ab, die die in den USA arbeitenden Kapverder in ihr Heimatland senden. Mit diesen neuen Regelungen wird sich deren Anzahl kontinuierlich reduzieren, da Kapverder nach Hause zurückkehren, aber nicht durch neue Einwanderer ersetzt werden.
Einen Vorteil haben diese Regelungen aber doch: Seit langem wird von der Regierung der Kapverden beklagt, dass gerade junge, dynamische und gut ausgebildete Mitbürger ins Ausland und dabei vorzugsweise in die USA abwandern und so dem heimischen Wirtschafts- und Sozialsystem fehlen. Dieser „braindrain“ wird durch die neue Abschottungspolitik der USA deutlich gebremst.




















