
Am 1. Juni wurde auf den Kapverden der Tag des Kindes gefeiert und das hat die Kindertagesstätte Nha Nerina in São Filipe zum Anlaß genommen, mit einem Umzug auf das Schicksal von Kindern aufmerksam zu machen, die keine feste Familienanbindung haben, häufig auf der Straße leben und oft von Mißbrauch betroffen sind.
Sexueller Mißbrauch geschieht auch durch Einheimische, aber die Kapverden haben sich in den letzten Jahren darüber hinaus zu einem hotspot für Pädophile entwickelt, die unter dem Deckmantel des Tourismus einreisen. Ihnen werden dort von „Vermittlern“ gegen entsprechende Bezahlung Kinder aus Armutsfamilien zum Mißbrauch zugeführt.
Neben Fogo sind die Inseln Sal und Boavista dafür bekannt, dass sie von Ausländern besucht werden, um sich dort an Kindern zu vergehen. Die Inseln verfügen über einen internationalen Flughafen und können schnell aufgesucht und auch wieder verlassen werden
Insbesondere bei Kindern, die keine stabilen Lebensverhältnisse haben und die von keinen Eltern oder anderen Bezugspersonen beschützt werden, haben diese Kriminellen leichtes Spiel.
Für Kinder, die dieser Gefahr ausgesetzt sind, bietet die Kindertagesstätte Nha Nerina auf Fogo einen geschützten Rahmen und eine verläßliche Anlaufstelle. Eine wichtige Rolle spielt dabei die warme Mahlzeit, die dort täglich dank der Unterstützung durch den Verein Fogos Kinder angeboten wird und über die der Kontakt zu Kindern gehalten werden kann, die nicht mehr zur Schule gehen und am Rande der Verwahrlosung stehen.

















