Frachter Porto Grande treibt zwischen Fogo und Praia

São Filipe, 9.3.2013 (A Semana) – Der Frachter „Porto Grande“, der zwischen den Inseln des Sotavento verkehrt, treibt antriebslos zwischen den Inseln Fogo und Santiago. Acht Passagiere und die Crew wurden durch das Patrouillenboot der Küstenwache aufgenommen. Inzwischen ist auch der Schlepper „Cabo Verde“ von Praia ausgelaufen, um dem Havaristen Hilfe zu leisten.

Gegenüber Asemanaonline sagte der Hafenkapitän für das Barlavento, Manuel Claudino, dass der Frachter seit den frühen Morgenstunden des Samstag ohne Antrieb sei. Die acht Passagiere, die auf dem Weg von Fogo nach Praia waren, sowie die Besatzung wurden von dem Patrouillenboot der Küstenwache gerettet und sind bereits in der Hauptstadt eingetroffen.

Was die Porto Grande betrifft, so sagte Manuel Claudino, der Schlepper Cabo Verde sei ausgelaufen, um Hilfe zu leisten. „Ich denke, dass das Schiff nach Praia, dem Hafen mit dem größten Serviceangebot, geschleppt werden wird. Aber es hängt natürlich vom Besitzer des Schiffes ab,“ sagte der Hafenkapitän des Barlavento.

Es sei darauf hingewiesen, dass das Schiff „Porto Grande“ seit einiger Zeit insbesondere zwischen den südlich gelegenen Inseln des Landes verkehrt. Es handelt sich um ein Mehrzweckschiff, das sowohl Passagiere , als auch Fracht befördert.

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Die Arbeiten an der Umgehungsstraße werden am Montag fortgesetzt

Sao Filipe, 25. 2. 2013 (A Semana) – Die Arbeiten an der Ringstraße der Insel Fogo werden von der Baufirma Maltauro am Montag, 25. 2. nach vier Monaten Unterbrechung fortgesetzt.

Celestino Duarte, Verwaltungs- und Finanzdirektor von Maltauro, sagte, dass das Unternehmen mit der Organisation, den Aufräumarbeiten und der Materialbeschaffung an den verschiedenen Baustellen begonnen hat, so dass die Bauarbeiten am Montag ohne große Probleme gestartet werden können.

Gegenüber A Semana Online kündigte Duarte an, dass zunächst 150 Arbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und dass weitere je nach Aufgabenstellung dazu kommen werden.

Es sei daran erinnert, dass die Arbeiten an der Ringstraße von der Regierung der Kapverden am 3. November 2012 ausgesetzt wurden, was laut Duarte der Baufirma einen Verlust von mehr als 150.000 contos [1,364 Mio. Euro] verursacht hat.

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Passagiere der Schnellfähre nach Brava umgeleitet

Sao Filipe, 23. 2. 2013 (A Semana) – Der hohe Wellengang in der Nähe des Hafens Vale dos Cavaleiros verhinderte dort gestern das Anlegen der Fähre Kriola. Mehr als 50 Fahrgäste sind seit gestern in Brava gestrandet. Das Schiff war von Praia nach Fogo unterwegs, konte aber wegen der Seeverhältnisse im Hafen von Sao Filipe nicht festmachen und wurde auf die Blumeninsel Brava umgeleitet. Voller Angst sagten die Passagiere, sie seien in Brava allein gelassen worden.

Nach Informationen, die per Telefon von den Passagieren  – darunter auch Kinder -eingingen, wurden sie gestern [Freitag] um ca. 21 .00 Uhr in ein Haus in Furna gebracht und blieben dort bis Samstag 16.00 Uhr.

Die Passagiere sagten, dass sie ihrem Schicksal überlassen wurden, dass die Fährlinie ihnen weder Hilfe noch Nahrungsmittel angeboten hat und auch nicht darüber informierte, wann die Reise nach Fogo fortgesetzt würde. „Wir haben nur vier Matratzen und wir haben weder Nahrung noch Wasser „, sagte einer der Passagiere empört.

„Wir sind in einem Raum ohne Wasser, ohne Nahrung und ohne Decken. Der Agent der Schnellfähre auf der Insel Brava sagte uns, das Unternehmen sei lediglich verantwortlich für die Unterkunft. Wir haben seit gestern Abend nichts gegessen und wir wollen, dass sich jemand um uns kümmert und geeignete Maßnahmen ergreift“ erklärten die Passagiere António Ramos und Armenio Barbosa.

Die Online-Abteilung von A Semana wollte die Position des Unternehmens Cape Verde Fast Ferry zur Unterbringung der Passagiere in Erfahrung bringen, aber der Administrator Nelson Gregor sagte, Unterkunft und Verpflegung für die Passagiere falle nicht in die Zuständigkeit des Unternehmens. „Wir sind nicht schuld an ungünstigen Naturereignissen. Die Verantwortung muss der Staat Cabo Verde oder das IMP übernehmen, “ behauptete Gregor.

Der Vertreter des Institutes für Meeres- und Hafenangelegenheiten [IMP], Carlos Rocha, erklärte, die Wellenhöhe von drei bis vier Metern mache es für jedes Passagierschiff schwer, den Hafen von Fogo anzulaufen.

Die Kriola, die gestern am 22.2. von Praia nach Sao Filipe unterwegs war, konnte wegen der Wetterbedingungen nicht im Hafen Vale dos Cavaleiros auf Fogo festmachen und wurde in den Hafen von Furna auf Brava umgeleitet. Dort machte sie nach Angaben des diensthabenden Kapitäns, João Nicolau, etwa um 21.00 Uhr fest.

„Aufgrund der ungünstigen Seebedingungen mussten wir den Kurs in Richtung des Hafens Furna ändern. Es ging um die Sicherheit des Schiffes und der Passagiere. Wir sind noch in Brava und warten auf die Genehmigung des IMP, um die Fahrt nach Fogo fortzusetzen“, sagte Nicolau.

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Kapverdische Uni eröffnet neuen Ausbildungsgang für die Region Fogo und Brava

São Filipe, 12. 2. 2013 (A Semana) – Der Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation, António Correia e Silva, eröffnete am Montag dem 11.2. in São Filipe die Ausbildung zur Professionalisierung des Managements von sicherem Tourismus.

Dieser neue Kurs hat eine Laufzeit von 18 Monaten und bietet etwa 50 Personen in diesem Bereich eine Ausbildung.

Die Absicht der Regierung ist es, auf diese Weise Räume für Integration und Synergie verschiedener Berufsbereiche zu öffnen, Arbeitsplätze zu schaffen und Probleme speziell junger Menschen zu lösen.

Paulino Fortes, Dekan der Uni-CV, nennt als die wichtigsten Ziele des neuen Kurses: die Bereitstellung von Methoden und Techniken für das Management von sicherem Tourismus, die Förderung der Gründung von Kleinunternehmen in dieser Branche und die Unterstützung bereits bestehender Unternehmen bei der Weiterentwicklung des Tourismus auf der Insel und im gesamten Land.

Der Minister nutzte auch die Gelegenheit, die laufenden Kurse in den Bereichen Sozial- und Gemeindeentwicklung, neue Techniken der Micro-Bewässerung und landwirtschaftlichen Produktion sowie Installation und Wartung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie abzuschließen.

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Fraktion der GIUSD ist gespalten

Sao Filipe, 26. Januar 2013 (A Semana) – Eine Spaltung innerhalb der Unabhängigen Gruppe für Solidarität und Entwicklung in Sao Filipe (GIUSD) wird immer deutlicher. Die angespannte Situation unter den gewählten Gemeindevertretern der Fraktion der GIUSD, die als eine Gruppe von Bürgern bei den letzten Kommunalwahlen in Sao Filipe angetreten waren, wird immer sichtbarer. Einige wollen diese Krise allerdings nicht zugeben und verkünden lieber einen qualitativen Sprung: die GIUSD soll sich in eine politische Partei umwandeln.

Die Uneinigkeit unter den fünf gewählten Kommunalvertretern der GIUSD wurde in der letzten Sitzung des Gemeinderats deutlich, als es um die Zustimmung zum zukünftigen Haushalt der Gemeinde ging. Mário Brandão und Amilcar Cabral Pina – zwei Vertreter der GIUSD – stimmten dagegen, Alice Pina und Jose Lopes Mendes enthielten sich und Caetano Mendes stimmten für den Haushalt.

Der Vorsitzende der Gruppe, Eugenio Veiga, hält dies für eine „normale Situation“, vor allem, weil es sich um eine demokratische Gruppe mit vielfältigen Gedanken handelt: „Jeder folgt seiner Ideologie“, sagte er. Die Krise herunterspielend meinte er während des kurzen Gesprächs mit A Semana,  dass die GIUSD fortfahre, „Solidarität, die Wahrung der Interessen und die Entwicklung von Sao Filipe zu vertreten.“

Für den Fraktionsführer der  GIUSD, Mario Pina Cabral ist die Positionierung der Mitglieder der Gruppe im Stadtparlament beim Haushalts- und Aktionsplan der Gemeinde Sao Filipe „bedauerlich und er stellte sogar den Zusammenhalt der Gruppe in Frage. Er denke ernsthaft  über „die Aufgabe des Fraktionsvorsitzes der  GIUSD  nach,“ sagte Mario Cabral, da die aktuelle Situation dem Motto „Solidarität“ nicht gerecht würde, mit dem man in den letzten Kommunalwahlen angetreten sei.

Für kritisch und auch unzulässig hält es Mário Cabral, wenn einzelne Vertreter  einer von den Bürgern gewählten Gruppe ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund stellten. Cabral sagte dies an die Adresse von Caetano Mendes, Alice Pina und Jose Mendes.

Darauf angesprochen, lehnten es Caetano Mendes, Alice Pina und Jose Mendes ab, die Aussagen  Mário Cabrals zu kommentieren. Cabral beharrte nachdrücklich auf der These, dass zwischen seiner Gruppe und der PAICV niemals eine politische Vereinbarung existiert hätte. Ihm zufolge „benötigte die PAICV nur unsere Zustimmung bei der Sitzung der Gemeindevertreter.“

Ein weiterer Vertreter der GIUSD – Amilcar Brandão – zeigte sich sehr besorgt über das Niveau der Diskussion in der Gruppe und vertrat die Ansicht, dass jeder gewählte Vertreter autonom und bei Abstimmungen nur seinem Gewissen verpflichtet sei. Und deshalb sei es auch nicht unbedingt erforderlich, „Erklärungen abzugeben.“ In einer  Analyse sprechen politische Beobachter unserer Zeitung davon, dass diese Konfrontation eine normale Situation sei, da „der Einfluss der PAICV in der GIUSD  am stärksten sei.“ Außer Mário Cabral waren die anderen Mitglieder der GIUSD viele Jahre lang aktive Parteimitglieder der PAICV, sagte ein Beobachter.

Dennoch sagen die größten Optimisten in der GIUSD neue Höhenflüge vorher und sprechen von der Möglichkeit der Umwandlung der Gruppe in eine politische Partei, die an zukünftigen politischen Kämpfen in Sao Filipe teilnehmen wird. Der Vorsitzende der Gruppe, Eugenio Veiga, der Mann, der 20 Jahre lang die Geschicke Sao Filipes bestimmte, äußerte in einem  kurzen Gespräch mit der Zeitung A Semana: „Wir sind eine offene Gruppe und wenn das Gesetz es erlaubt …“

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