
Vor zwei Jahren empfahl die Weltbank den Kap Verden, mehr Gebiete mit Potenzial für die Entwicklung von Aquakultur auszuweisen – eine Maßnahme, die als Lösung für die Entwicklung der maritimen Wirtschaft des Landes angesehen wurde. Aguakultur gibt es bereits seit 8 Jahren auf den Inseln São Vicente und Sal, sie fristet aber noch immer ein wirtschaftliches Nischendasein.
Es handelt sich bei Aguakulturen um künstliche, mit Meerwasser geflutete Seen, in denen hauptsächlich Garnelen, aber auch andere Meerestiere gezüchtet werden.
Insbesondere Garnelen haben einen hohen gastronomischen Wert und durch Aguakultur sind die Produzenten unabhängig von den Unwägbarkeite des Meeres und können Lieferungen punktgenau einhalten.
Außerdem verringert man so den Druck auf die Wildfischbestände und schlägt eine Brücke zwischen Naturschutz und nachhaltigem Wirtschaftswachstum.
Investoren stehen für ein dynamisches Wachstum dieses Wirtschaftssektors bereit, aber die öffentliche Verwaltung bremst mit einem viel langsameren Tempo.
Aktuell liegt die Produktion bei etwa 50 Tonnen pro Jahr. Das deckt noch nicht einmal den nationalen Bedarf und die internationale Nachfrage ist enorm. Ein Vielfaches der Absatzmenge wäre möglich und die Gegebenheiten auf den Kapverden bieten dafür eigentlich beste Voraussetzungen.


















