
Der Umweltverband Biosfera entfernt jährlich zirka 60 Tonnen Müll von einem nur drei Kilometer langen Küstenabschnitt der Insel Santa Lucia. Sie liegt südöstlich der Insel São Vicente und ist unbewohnt. Hauptbestandteil des Mülls sind Gegenstände aus Plastik, Fischernetze und andere Arbeitsgeräte.
Der Arbeit von Biosfera kommt besondere Bedeutung zu, weil die Strände der Insel in großem Umfang von Meeresschildkröten zum Laichen aufgesucht werden. Aus angespülten Paletten und anderem Holz werden Container gebaut, in denen der gesammelte Müll zwischengelagert wird. So werden unvermüllte Strandabschnitte geschaffen und frei gehalten.
Ein Vertreter von Biosfera erklärte, an Strandabschnitten, an denen seine Organisation noch nicht aktiv war, sei es praktisch unmöglich, am Strand zu gehen, ohne auf Müll zu treten. Dieser würde sich allmählich durch die Einwirkung von Sonne und Wind zu Mikroplastik zersetzen. Dadurch werde das Problem zunächst weniger sichtbar. Dieses Mikroplastik würde aber in die Nahrungskette der Tierwelt und letztlich des Menschen gelangen und dort zu noch weitgehend unerforschten Schäden führen.
Ein weiteres ungeklärtes Problem sei der Abtransport des gesammelten Mülls. Bislang sei es nur ein einziges Mal gelungen, etwa 300kg auf ein Schiff zu verladen. Angesichts der Gesamtmenge sei dies verschwindend gering.
Verschärfend käme hinzu, dass große Teile des Mülls bereits von Sand bedeckt seien und nicht mehr gefunden und entfernt werden könnten.

















