Die Krise der Landwirtschaft

Die Situation der Landwirtschaft auf der Insel Fogo wird von den für die Insel gewählten Abgeordneten Eva Ortet und Luis Pires aktuell als sehr kritisch eingeschätzt. Hauptgrund ist der bislang ausbleibende Niederschlag.

Dies führt dazu, dass die meisten Bauern auf künstliche Bewässerung angewiesen sind und Wasser kaufen müssen. Viele verfügen nicht über die notwendigen Mittel, da das Wasser schon vor dem Verkauf der Ernte bezahlt werden muss.

Aber es gibt auch andere Faktoren, die die Situation verschlimmern. Da ist zum einen die geringe Bereitschaft von Landarbeitern, für die angebotenen geringen Löhne zu arbeiten. Dies führt dazu, dass viele Flächen, die früher landwirtschaftlich genutzt wurden, nun brachliegen.


Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Wasserversorgung der Landwirtschaft durch die Wasserversorgungsgesellschaft Aguabrava hochdefizitär ist. Wie die Gesellschaft mitteilt, stellt sie den Landwirten einen Kubikmeter Wasser für 70 CVE zur Verfügung. Die Produktionskosten liegen aber bei 190 CVE. Jede verkaufte Tonne Wasser bedeutet also einen Verlust von 120 CVE. Der größte Preistreiber sind die Stromkosten der Pumpen, die benötigt werden, um das Wasser an die Oberfläche und zu den Verbrauchern zu bringen. Unter diesen Bedingungen ist es nicht möglich, das Bewässerungssystem zu modernisieren und neue Wasserquellen zu erschließen.


Die Abgeordneten Ortet und Pires fordern eine Subventionierung der Stromkosten durch die Regierung als Beitrag zu einer funktionierenden Landwirtschaft. Dies könne man nicht Aguabrava aufbürden, die Förderung der Landwirtschaft sei eine Aufgabe des Staates. Denkbar sei beispielsweise die Errichtung eines Photovoltaikparks, um die Stromkosten für die Landwirte langfristig zu reduzieren.

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Microvision KTV 5

Jedes Jahr brachten Luisas Kinder ein Fass von Brockton in den USA nach São Filipe auf Fogo auf den Weg. Es war die kostengünstigste Möglichkeit, ihre Mutter mit Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Bekleidung und Hausgeräte befanden sich genauso darin wie haltbare Nahrungsmittel und jede Menge Süssigkeiten. Entsprechend sehnsüchtig wurde das Schiff aus den „Staaten“ im Hafen Vale dos Cavaleiros erwartet.

In diesem Jahr 1989 war die Vorfreude besonders groß. Sohn Jaime hatte seine Mutter im Laden von Ramiro angerufen und unter anderem mitgeteilt, dass sich ganz unten im Fass ein Fernsehgerät befinden würde. Ganz unten, verborgen unter Cornflakes und Reis, Gardinen, Bettwäsche und diversen Blusen. Dort waren die Chancen am größten, dass es vom Zoll nicht entdeckt werden würde. weiterlesen…

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Bruma Seca

Die Fluggesellschaft TACV teilt mit, dass in den nächsten Tagen mit dem Auftreten von bruma seca zu rechnen ist und es deshalb zu Flugausfällen, Verspätungen oder Änderungen bei einigen ihrer Flüge kommen kann.

Bruma seca ist ein Wetterphänomen, das in den Monaten Dezember bis März auftreten kann. Es handelt sich dabei um Sichtbehinderung durch feinen Staub, der in der Sahara aufgewirbelt wurde und dann mit dem Nord-Ost-Passat bis zu den Kapverden getragen wird. Entsprechende Vorhersagen sind nur kurzfristig möglich. Bei windy.com kann man sich einen Überblick verschaffen.

Das Gesundheitsamt rät allen Bürgern, das Haus nur zu verlassen, wenn es notwendig ist und dann eine Maske zu tragen. Außerdem sollte man viel trinken und keinen Sport im Freien treiben.

Passagiere, die in den nächsten Tagen Flüge gebucht haben, sollten sich kurzfristig an die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter wenden und sich über eventuelle Änderungen in den Reiseplänen informieren.

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Nachtrag 1: Cabo Verde Airlines hat für den heutigen Tag (19.12.) alle Flüge abgesagt und auch in den nächsten Tagen muss mit Beeinträchtigungen im Flugverkehr gerechnet werden. Das Meteorologische Institut teilt mit, dass sich die Situation vermutlich ab 22.12. normalisieren wird.

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Jugendarbeitslosigkeit auf den Kapverden

Die Nachrichtenagentur Inforpress hat eine Umfrage unter Jugendlichen zum Thema Arbeitsplatzsuche durchgeführt, von denen sich die meisten sehr enttäuscht über die Realität des Arbeitsmarktes geäußert haben. Oft vergehen Jahre, bis ein Einstieg in das Arbeitsleben gelingt und ihre Reaktion reicht von Frustration über Verzweiflung bis hin zu Depressionen.

Oft hat eine Anstellung nichts mit Schulabschluß oder Kompetenz zu tun, sondern hängt von persönlichen Beziehungen ab. Man benötigt einen „Paten“, also jemanden mit Einfluß, der „Türen öffnet“. Vielfach werden offene Stellen an Kinder oder Neffen von Verwaltungs- oder Firmenangehörigen vergeben, bleiben also sozusagen in der Familie.

In vielen Fällen werden Stellenangebote auch nur veröffentlicht, um den gesetzlichen Vorschriften zu genügen. Tatsächlich sind die Stellen schon längst vergeben, was der Bewerber aber nicht weiß. Er setzt Energie und Geld für die Bewerbung ein und erhält in den meisten Fällen noch nicht einmal eine Antwort oder Absage.

Meist hangelt man sich von Praktikum zu Praktikum, weil ein bezahltes Arbeitsverhältnis vage in Aussicht gestellt wird. Am Ende kommt eine Anstellung aber doch nicht zustande, z.B. mit der Begründung, dass Berufserfahrung fehlt. Und wenn man die 30-Jahre-Grenze überschritten hat, wird man oft mit der Begründung abgelehnt, dass man nun zu alt sei.

Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen hatte laut staatlichem Statistikamt im Jahr 2016 ihren Höhepunkt mit über 40%. Aktuell liegt sie bei 25%.

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Anm. des Autors: Die Arbeitslosenquote des staatlichen Statistikamtes erfasst nur die Jugendlichen, die auch arbeitssuchend gemeldet sind. Eine unbekannte, aber wahrscheinlich hohe Zahl von arbeitslosen Jugendlichen wird von der Statistik gar nicht erfasst. Deshalb liegen die tatsächlichen Quoten vermutlich deutlich höher.

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Dengue

Im Schlepptau der vielen Niederschläge in der letzten Zeit hat sich ein neues Problem entwickelt: es gibt viele Mücken und einige von ihnen verbreiten das Denguefieber. Diese Krankheit ist für einen normal gesunden Menschen zwar nicht lebensbedrohlich, verursacht aber heftige Symptome und kann den Urlaub in ganz unerwünschte Bahnen lenken.

Die online-Ausgabe von Expresso das Ilhas schreibt heute: Derzeit gibt es im gesamten Land 12.910 gemeldete Fälle, darunter 8.420 bestätigte Fälle und zwei Todesfälle. Etwa 70% der Erkrankungen wurden in der Hauptstadt Praia registriert. Die häufigsten Symptome sind: Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Hautausschlag, Durchfall und Erbrechen.

Das Gesundheitsministerium empfiehlt, ein Mückenschutzmittel zu verwenden und weite Kleidung zu tragen, die möglichst viel Körperoberfläche bedeckt. Außerdem sollten alle Gefäße mit stehendem Wasser entleert und gereinigt werden, um die Vermehrung der Mücken einzudämmen. Seit 2023 ist in Deutschland auch eine Schutzimpfung gegen das Denguefieber möglich. Genaueres bei den zuständigen Gesundheitsämtern.

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