Meldungen am 30.11.2014 zum Vulkanausbruch

Verschiedene Videos mit beeindruckenden Aufnahmen vom Vulkanausbruch und der Situation in der Chã das Caldeiras

Dieser Artikel wird bei Bedarf im Tagesverlauf aktualisiert

Sao Filipe, 30.11.2014 (Inforpress)

>Die Situation hat sich in den letzten Stunden deutlich verschlechtert, es treten wieder große Lavamengen aus.

> Das Verwaltungs- und Besucherzentrum des Naturparks wurde komplett zerstört und die Lava fließt wieder mit zunehmender Geschwindigkeit (20 Meter pro Stunde) auf die Ortschaft Portela zu. Sie ist nach neuesten Meldungen hochgradig gefährdet.

> Der bereits etwas abgekühlte und verfestigte Lavastrom, der schon in den Ort Portela geflossen war, ist nicht wieder in Bewegung gekommen.

> Die Menge an täglich ausgestoßenem Schwefeldioxid ist heute von 8 auf 11 Mio. Tonnen angestiegen.

> Starke Erdstöße wurden jetzt auch außerhalb des Kraters in Cabeça Fundão, Estância Roque und Achada Furna registriert.

> Bei den derzeitigen Eruptionen werden große Mengen Gas freigesetzt, die Rauchwolke hat eine Höhe von ca. 4 Kilometern.

> Die Ankunft der portugiesischen Fregatte mit Hilfsgütern verzögert sich und ist nun für Dienstag avisiert.

> Von der Bank BCN ( Banco Caboverdiano de Negocios) wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Die Gelder werden von der Direktion der Bank in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Cabo Verde verwaltet und kommen ausschließlich von der Katastrophe betroffenen Personen oder Familien zu Gute.

Name:                   SOS TCHAN 2014

Bank:                    Banco Caboverdiano de Negocios (BCN)

Konto:                  5696870101

IBAN:                   CV64 0004 0000 0569 6870 1016 3

BIC:                      CANBCVCV

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Meldungen am 29.11.2014 zum Vulkanausbruch

Verschiedene Videos mit beeindruckenden Aufnahmen vom Vulkanausbruch und der Situation in der Chã das Caldeiras

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Sao Filipe, 29.11.2014 (Inforpress)

> Der Lavaaustritt in Richtung Portela ist seit gestern zum Stehen gekommen und in südlicher Richtung treten nur noch geringe Mengen aus.

> Auch die Anzahl und Intensität der Erdstöße hat sich deutlich verringert.

> Laut Geophysiker Bruno Faria, der den Ausbruch von Anfang an begleitet, haben sich die Lavamassen, die in den Ort Portela vorgedrungen sind, schon etwas abgekühlt und verfestigt, so dass es immer unwahrscheinlicher wird, dass dieser Lavastrom wieder in Bewegung gerät.

> Sollte sich die Situation nicht wieder verschlechtern, sind die wesentlichen Teile der Infrastruktur von Portela, wie Schule, Gesundheitsstation, Kirchen und auch die Pension Pedra Brabo und die Weinkooperative, verschont geblieben.

> Die Evakuierung der Bevölkerung ist weitgehend abgeschlossen und die meisten Wertgegenstände sind in sichere Gebiete transportiert worden. Lediglich einige Viehzüchter sind noch vor Ort und werden sich mit ihren Herden vermutlich – sofern es denn notwendig werden sollte – in höher gelegene Gebiete zurückziehen.

> Die Orte Portela und Bangaeira machen den Eindruck von Geisterstädten mit Häusern ohne Fenster und Türen, ohne Einrichtung und Bewohner.

> Es gibt weiterhin Explosionen, die Staub, Asche und Gase freisetzen.

> Bruno Faria vermutet, dass diese aktive Phase des Vulkans noch bis zu 2 Monate anhalten kann.

> Die Versorgung der evakuierten Bevölkerung mit dem Notwendigsten ist sichergestellt, das Rote Kreuz und andere Hilfsorganisationen arbeiten an der Verteilung von Hilfsgütern, u.a. ist auch eine Fregatte aus Portugal mit umfangreichem Hilfsmaterial unterwegs und wird am Sonntag erwartet.

> Von der Bank BCN ( Banco Caboverdiano de Negocios) wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Die Gelder werden von der Direktion der Bank in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Cabo Verde verwaltet und kommen ausschließlich von der Katastrophe betroffenen Personen oder Familien zu Gute.

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Meldungen am 28.11.2014 zum Vulkanausbruch

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Sao Filipe, 28.11.2014 (Inforpress)

> Die Lavamassen sind im Ort Portela kurz vor Erreichen der Pension Pedra Brabo und der Schule zum Stehen gekommen, weil sich an der weiter südlich gelegenen Austrittsstelle ein neues Ausflußloch gebildet hat, aus der Lava mit großer Intensität ausströmt und weitere landwirtschaftliche Flächen überflutet.

> Auch die seismischen Aktivitäten (Erdstöße) haben sich wieder erhöht.

>Es wird bereits von 400 Hektar überfluteter Fläche gesprochen. Davon sollen 26 Hektar landwirtschaftlich genutzt sein.

> Es werden nicht nur Anbauflächen von Grundnahrungsmitteln (Mais, Bohnen, Kartoffeln) vernichtet, sondern auch solche des berühmten Café do Fogo.

> Den Fahrzeugen der italienischen Straßenbaufirma Maltauro gelingt es, einen Zufahrtsweg zu den eingeschlossenen Ortschaften offen zu halten. Ein ständiger Strom von Lastwagen und Pickups bringt den Besitz der Bewohner in Sicherheit.

> Auch die Weinkooperative hat 12.000 bereits abgefüllte Flaschen in Sicherheit bringen können.

> Von den Kanaren sind Experten zur Begutachtung der Situation eingetroffen. Auch von Madeira und den Azoren, die ebenfalls vulkanischen Ursprungs sind, wurde Hilfe zugesagt.

> Auf den anderen Inseln und auch in den kapverdischen Gemeinden in Übersee (es leben mehr Kapverder in der Emigration als im Inland) werden Spendenaktionen durchgeführt und z.B. Benefizkonzerte veranstaltet.

> Das Rote Kreuz teilt mit, dass Hilfsgüter zunächst im Centro Pos-Colheita am Monte Barro gelagert werden. Dort steht eine große Halle die der Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Produkte dient. Von dort sollen die Hilfsgüter auf die 3 Auffangstationen Achada Furna, Mosteiros und Monte Grande verteilt werden.

> Von der Bank BCN ( Banco Caboverdiano de Negocios) wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Die Gelder werden von der Direktion der Bank in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Cabo Verde verwaltet und kommen ausschließlich von der Katastrophe betroffenen Personen oder Familien zu Gute.

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Meldungen am 27.11.2014 zum Vulkanausbruch

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São Filipe, 27.11.2014 (Inforpress)

> Es wurde fieberhaft an einem alternativen befahrbaren Zugang zu den Ortschaften Portela und Bangaeira gearbeitet. Dort warten Hunderte mit ihrem Hausrat und ihrem Vieh auf eine Möglichkeit des Abtransportes. Nach neuesten Meldungen soll dieser Zugang jetzt offen sein.

> Nach neuesten Schätzungen sind mehr als 100 Hektar der Kraterfläche  von der Lava dieses Ausbruchs überflutet, davon mindestens 11 Hektar mit landwirtschaftlicher Nutzung in Form von Obst- und Weinanbau.

> Nach Expertenmeinung kommt das Magma aus ca. 10 km Tiefe, hat einen hohen Basaltanteil und ist deshalb vergleichsweise flüssig. Derzeit gibt es 3 sehr aktive Austrittsöffnungen.

Über der Hauptstadt São Filipe geht ein feiner Ascheregen nieder und auch dort gibt es einen deutlichen Schwefelgeruch.

> Hilfslieferungen in  Form von Lebensmittelspenden, Decken, Matratzen, Bekleidung, Gasflaschen mit Kochaufsatz etc. treffen auf dem Seeweg ein, um die ca. 1000 Evakuierten zu versorgen.

> In den drei Auffangstationen in Achada Furna, Mosteiros und Monte Grande werden Listen der Betroffenen angelegt. Immer wieder versuchen auch Bewohner anderer Inselregionen und aus der Stadt São Filipe, sich in diese Listen einzutragen, um auch in den Genuß der Hilfsgüter zu kommen.

> Am Donnerstagmorgen sind 15 Häuser und 14 Zisternen im Ort Portela zerstört. Der Lavastrom hat sich verzweigt. Die einzelnen Zungen bewegen sich mit 1 – 5 Meter pro Stunde voran je nach Beschaffenheit des Geländes.

> Laut Inforpress kann nur noch ein Wunder die Pension Pedra Brabo und die Schule in der Ortsmitte retten. Die Lava ist um 14.00 MEZ noch ca. 30 m von den Gebäuden entfernt.

>Da das Gelände hinter der Schule in Richtung der tiefergelegenen Ortschaft Bangaeira abfällt, muss dort mit einer Erhöhung der Fließgeschwindigkeit gerechnet werden. Dann wäre auch Bangaeira akut gefährdet.

> Die Fähre „Kriola“ bietet am Nachmittag eine kostenlose Fahrt von der Hauptstadt Praia nach Fogo an, um Hilfsgüter zu transportieren.

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Meldungen am 26.11.2014 zum Vulkanausbruch

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Sao Filipe, 26.11.2014 (Inforpress)

> Inforpress berichtet um 15.30 MEZ, dass sich die Geschwindigkeit des Lavastroms auf 8 Meter pro Stunde reduziert hat. Er ist noch 120 Meter vom Zentrum des Ortes, an dem sich auch die Schule befindet, entfernt und hat Wohngebäude vernichtet.

> Sofern sich die Fließgeschwindigkeit nicht ändert, werden bis zum Donnerstagmorgen weitere Wohnhäuser, ein Hotel, mehrere Pensionen und auch die Schule ein Opfer der Lava. Im Laufe des Donnerstag dann beide Kirchen, die Gesundheitsstation, Geschäfte und die Weinkooperative.

>Die Mitarbeiter der Weinkooperative sind dabei, den bereits auf Flaschen gezogenen Wein an einen sicheren Ort zu schaffen.

> Der alternative befahrbare Zugang zu den Ortschaften wurde auch von der Lava erreicht. Es wird an einer neuen sichereren Zugangsmöglichkeit gearbeitet, um die Wertgegenstände der Bewohner zu sichern.

> Der am Mittag eingetroffene Premierminister sagte, den Anweisungen der Ordnungskräfte müsse unbedingt Folge geleistet werden, um die Sicherheit von Menschen und ihrem Besitz zu garantieren.

> Eine größere Gruppe von Personen hält sich am Nordrand des Kraters vor Monte Velha auf. Sie haben Einrichtungsgegenstände dabei, aber auch Ziegen, Schweine und Hühner.

> Geophysiker Bruno Faria vom Natonalen Institut für Meteorologie und Geophysik hatte am Morgen mitgeteilt, dass sich der Lavaaustritt deutlich verringert hat und in den nächsten Stunden vermutlich aufhören wird. Die Gefahr neuer Lavaaustritte hält er für gering und bekräftigt, dass die ganz große Katastrophe ausbleiben wird.

> Gefahr besteht aber weiterhin für die tiefer gelegenen Teile der Ortschaft Portela

> Bruno Faria warnt vor einer neuen Phase des Vulkanausbruchs, bei der hauptsächlich Asche, Gase und Gesteinsbrocken herausgeschleudert werden. Es sind Techniker vor Ort, die die Konzentration gesundheitsschädlicher Gase in der Atmosphäre messen.

> Die Bevölkerung wird aufgefordert, Atemschutzmasken zu benutzen und möglichst viel Wasser zu trinken.

> Der Premierminister und die zuständige Ministerin reisen heute an, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Ministerin erklärte, dass etwa 5% der Fläche des Naturparks von Lava überflutet wurde.

> Die Telecom hat eine mobile Sendeanlage errichtet und Mobilfunk ist in der Chã das Caldeiras wieder möglich

> Der Luftraum über den Kapverden hat die höchste Warnstufe, aber alle internationalen Flüge werden durchgeführt. Die TACV teilt mit, dass die Flüge zu und von den Inseln Fogo, Sao Vicente und Sao Nicolau wegen südlicher Winde gestrichen sind, bittet aber alle Fluggäste, zeitnah nachzufragen, da auch eine Öffnung der Flughäfen kurzfristig möglich ist.

> Es sind Geräte für Aufräumarbeiten vor Ort und der Direktor für Infrastruktur teilte am Morgen mit, dass es wieder einen provisorischen Zugang zu den beiden Ortschaften im Krater gibt, damit Bewohner ihre Wertgegenstände sichern können.

> Es wurden Personen wegen Plünderung verhaftet.

> Von der Bank BCN ( Banco Caboverdiano de Negocios) wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Die Gelder werden von der Direktion der Bank in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Cabo Verde verwaltet und kommen ausschließlich von der Katastrophe betroffenen Personen oder Familien zu Gute.

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