{"id":835,"date":"2015-11-12T10:07:06","date_gmt":"2015-11-12T09:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/?page_id=835"},"modified":"2026-03-08T16:16:36","modified_gmt":"2026-03-08T15:16:36","slug":"vovo-luisa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/?page_id=835","title":{"rendered":"Vov\u00f3 Luisa"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"761\" src=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-1024x761.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2239 size-full\" srcset=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-1024x761.jpg 1024w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-300x223.jpg 300w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-768x571.jpg 768w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra.jpg 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Nach dem Abendessen am Sonntag im Kreise der Familie ihres Sohnes Jaime f\u00fchlte sich Vov\u00f3 Luisa nicht besonders. Mit unsicheren Schritten ging sie zum Sofa und streckte sich dort aus \u201eIch muss ein wenig ausruhen, der Tag war anstrengend\u201c.<\/span><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Das stimmte. Am Nachmittag hatte Jaime sie zum Grab ihres j\u00fcngsten Sohnes Rui gefahren, der vor einiger Zeit an einem Krebsleiden gestorben war. Und wie immer waren viele Tr\u00e4nen geflossen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Vov\u00f3 Luisa hatte vor 5 Jahren dem Dr\u00e4ngen ihrer acht S\u00f6hne nachgegeben, war von Monte Alexo auf der kapverdischen Insel Fogo nach Brockton in die Vereingten Staaten umgesiedelt und in das Haus ihres Sohnes Jaime eingezogen. Sieben ihrer S\u00f6hne lebten bereits in den USA, nur Rubem hatte sich auf der Insel Santiago eine Existenz aufgebaut.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Nat\u00fcrlich, ihr Leben war jetzt leicht: elektrisches Licht, eine Dusche mit warmem Wasser, eine richtige Toilette und eine K\u00fcche mit Herd. Kein Kochen mehr mit dem Kessel \u00fcber dem Holzfeuer, keine roten, brennenden Augen von dem st\u00e4ndigen Rauch, keine Sorge, ob das Wasser der Zisterne wohl reichen wird, alle Nahrungsmittel, die sie sich vorstellen konnte in H\u00fclle und F\u00fclle und noch viel mehr, die sie sich niemals h\u00e4tte vorstellen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Hunger hatte sie \u00f6fter gehabt in ihrem Leben. Besonders, als ihr Haus oberhalb von Monte Alexo voller Kinder war und es an manchen Abenden nur f\u00fcr eine d\u00fcnne Suppe mit etwas Reis und Maismehl reichte. Aber die Nachbarschaft war immer gut gewesen. Alle halfen sich gegenseitig im Haus und bei der Aussaat, dem Hacken und der Ernte und wo echte Not herrschte, fand sich immer auch ein Ausweg.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Und jetzt das Leben in Brockton. Zu Hause w\u00fcrde sie sich hier nie f\u00fchlen. Sicher, sie war umgeben von Landsleuten, alle sprachen Kriolu und das fr\u00fchere Leben in der Heimat war bei den \u00e4lteren ein st\u00e4ndiges Thema. Aber es war ein fremdes Land, sie sprach kein amerikanisch und w\u00fcrde es auch nicht mehr lernen und lesen und schreiben konnte sie ja sowieso nicht. Auf Fogo war das nie ein Problem gewesen, aber hier \u2026.. Schon zweimal hatte sie sich verlaufen und nur mit M\u00fche zur\u00fcckgefunden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Jaime sagte immer, wie wichtig es doch sei, dass es \u00c4rzte und ein Krankenhaus direkt um die Ecke g\u00e4be. Das war auch bitter n\u00f6tig gewesen. Vor einem halben Jahr drohte ihr Herz schlapp zu machen und nur eine gro\u00dfe Operation mit mehreren Bypassen hatte ihr 80j\u00e4hriges Leben retten k\u00f6nnen. Drei Monate hatte sie im Krankenhaus verbracht und so wie fr\u00fcher f\u00fchlte sie sich noch lange nicht.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Ach, wie fr\u00fcher &#8211; Vov\u00f3 Luisa sp\u00fcrte den Tod n\u00e4her kommen und die Sehnsucht nach ihrer Heimat wuchs von Tag zu Tag. Oft telefonierte sie mit ihrer Enkelin Valdira, die als einzige ihrer gro\u00dfen Familie noch auf Fogo lebte und ihr Haus in Monte Alexo bewohnte. Valdira wurde vor 33 Jahren kurz nach ihrer Geburt von der blutjungen Mutter bei Luisa abgegeben und auch der Vater, Luisas Sohn Ant\u00f3nio, zeigte wenig Interesse an seiner Tochter. Nach acht S\u00f6hnen jetzt auch noch eine Enkelin gro\u00dfziehen? Aber sie hatte damals keine Wahl und nach kurzer Zeit liebte sie ihre Enkelin \u00fcber alles.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Noch einmal zur\u00fcck nach Fogo! Jaime sagte, das sei ja nicht ausgeschlossen, aber erst m\u00fcsse ihr Herz noch kr\u00e4ftiger werden und nat\u00fcrlich m\u00fcssten die \u00c4rzte einer solchen Reise zustimmen. Nie im Leben w\u00fcrden die das tun!<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Schaut euch mal Luisa an, irgendwie sieht ihr Gesicht merkw\u00fcrdig aus.\u201c Jaimes Frau Maria beugte sich \u00fcber Luisa auf dem Sofa und r\u00fcttelte leicht an ihrer Schulter, aber ihre Schwiegermutter wollte nicht aufwachen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Die Ambulanz war innerhalb von 5 Minuten zur Stelle und brachte Luisa mit Sirene und Blaulicht in die Notaufnahme des Krankenhauses von Brockton. Dort wurde ein schwerer Schlaganfall festgestellt und noch am gleichen Abend wurde sie auf die Intensivstation des Zentralkrankenhauses von Boston verlegt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Auf beiden Seiten des Atlantik begann jetzt eine Zeit des bangen Wartens. Luisa war mit Schl\u00e4uchen und Kabeln an lebenserhaltende Ger\u00e4te angeschlossen und alle Funktionen ihres K\u00f6rpers wurden st\u00e4ndig \u00fcberwacht. Aber auch bis zum Mittwochmorgen zeigten sich keinerlei Anzeichen einer Verbesserung der Situation. Seit sie sich auf&#8217;s Sofa gelegt hatte, gab es keine Reaktion mehr von Vov\u00f3 Luisa und die \u00c4rzte sagten, ihr Gehirn sei massiv und unwiederbringlich besch\u00e4digt worden. Die Chancen, das Bewu\u00dftsein wieder zu erlangen, seinen gleich Null. Sie empfahlen den Angeh\u00f6rigen, einer Abschaltung der Ger\u00e4te zuzustimmen, um diese aussichtslose Situation zu beenden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Nach anf\u00e4nglichem Str\u00e4uben und vielen Gespr\u00e4chen trafen die S\u00f6hne am Donnerstag diese traurige Entscheidung. Vov\u00f3 Luisa hatte wiederholt erkl\u00e4rt, dass sie keine Angst vor dem Tod habe, aber hoffe, dass er sanft und ohne gro\u00dfe Schmerzen kommen m\u00f6ge. Dieser Fall war jetzt eingetreten und die S\u00f6hne waren zu der \u00dcberzeugung gekommen, dass ihre Entscheidung auch im Sinne ihrer Mutter sei. Sollte bis Freitagmittag keine Verbesserung eingetreten sein, w\u00fcrden die Ger\u00e4te abgeschaltet bzw. entfernt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Bereits am Donnerstagnachmittag wurde in Brockton\/Massachusetts, in Assomada auf Santiago und in Monte Alexo auf Fogo mit den Vorbereitungen f\u00fcr die Trauerfeierlichkeiten begonnen und insbesondere f\u00fcr Monte Alexo wurden gro\u00dfe Mengen an Lebensmittel eingekauft. Luisa hatte sich zu Lebzeiten den Ruf einer au\u00dferordentlich klugen und einf\u00fchlsamen Frau erworben, die in komplizierten Situationen um Rat gefragt wurde und mit schwierigen Menschen umzugehen wusste. Und sie hatte die Geselligkeit geliebt. Wann immer sich ein Anla\u00df bot, war ihr Haus voller Menschen und alle liebten diese Feste. Auch wenn sie schon vor f\u00fcnf Jahren Fogo verlassen hatte, so war Luisa im Ged\u00e4chtnis vieler Menschen noch immer sehr lebendig und eine entsprechend gro\u00dfe Anzahl von Trauerg\u00e4sten wurde in ihrem Haus in Monte Alexo erwartet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Die Trauerzeremonie folgt auf Fogo festen Regeln. Sieben Tage lang steht das Haus der trauernden Familie allen offen, die ihr Beileid bekunden und Abschied nehmen wollen. Neben dem ersten Tag werden besonders am dritten und siebten die meisten Trauerg\u00e4ste erwartet. Viele G\u00e4ste kommen zu Fu\u00df von weit her und m\u00fcssen f\u00fcr eine Nacht im Hause untergebracht werden. Und nat\u00fcrlich geh\u00f6rt es zur guten Tradition, alle G\u00e4ste anst\u00e4ndig zu bewirten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">F\u00fcr Foguenser ist es \u00fcblich, ihrer Trauer laut und im besten Sinne theatralisch Ausdruck zu verleihen. Besonders die Frauen stimmen eine Klage an, die von lautem Schluchzen, Schmerzensschreien und einem monotonen Gesang gepr\u00e4gt ist und wenn das Haus am Hang liegt, sind diese Trauerbekundungen \u00fcber Kilometer zu vernehmen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Am Freitagabend traf die Nachricht von der Abschaltung aller lebenserhaltenden Ger\u00e4te bei Sohn Rubem auf der Insel Santiago ein und seine Frau Terezinha brach in lautes und heftiges Wehklagen aus, das in einem Telefonat sofort auf die Insel Fogo weitergeleitet wurde. Ein Gespr\u00e4ch im eigentlichen Sinne kam zwar nicht zustande, aber die Botschaft des herzzerrei\u00dfenden Schluchzens war eindeutig: Vov\u00f3 Luisa war gestorben.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Diese Nachricht verbreitete sich \u00fcber facebook in Windeseile auch auf Fogo und schon nach wenigen Minuten str\u00f6mten die Nachbarn herbei und das Wehklagen hielt \u00fcber Stunden an.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Die Trauerrituale begannen erneut in der Morgend\u00e4mmerung des Samstags und im Laufe des Vormittags kamen unz\u00e4hlige Menschen aus allen Teilen der Insel.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">\u00c4ltester Besucher mit 105 Jahren war Orlando, der Onkel Luisas. 105 Jahre war jedoch nur sein offizielles Alter. Als seine Mutter die Geburt im Kirchenbuch eintragen lassen wollte, war Orlando bereits 3 Jahre alt. Da die Mutter auf die Frage nach dem genauen Geburtstag keine konkrete Antwort geben konnte, wurde kurzerhand das aktuelle Datum eingetragen und Orlando so um 3 Jahre verj\u00fcngt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Gegen Mittag erreichte der Strom der Trauernden seinen H\u00f6hepunkt, wobei die Aussicht auf eine reichhaltige Mahlzeit f\u00fcr manche auch ein Beweggrund gewesen sein mag. Im Haus in Monte Alexo konzentrierten sich die G\u00e4ste auf zwei Orte: der gr\u00f6\u00dfte Raum war als Trauer- und Klageraum eingerichtet worden, die Glasvitrine und der Spiegel waren verh\u00e4ngt, die Trauernden sa\u00dfen dicht an dicht auf St\u00fchlen entlang den W\u00e4nden und die Luft war erf\u00fcllt von lautem Klagen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Ein anderer Teil der Besucher dr\u00e4ngte sich im Innenhof um den gro\u00dfen Tisch, um einen Teller Cachupa oder Thunfisch mit Reis und Bohnen in Empfang zu nehmen. Nicht, dass zu wenig Essen da gewesen w\u00e4re, aber die Anzahl der Teller und L\u00f6ffel war beschr\u00e4nkt und so brachte man das Geschirr nach Gebrauch sofort wieder zum Sp\u00fclen, damit die N\u00e4chsten an die Reihe kommen konnten.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">In diese Situation platzte ein Anruf von Jaime aus Brockton, der nur kurz mitteilen wollte, dass der Zustand Luisas weiterhin \u00e4u\u00dferst kritisch sei.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Es dauerte einen Moment, bis die ersten die Bedeutung dieser Nachricht verstanden hatten. Dann ging es wie ein Lauffeuer von Mund zu Mund: Luisa lebt! Die Verwirrung war ziemlich umfassend, f\u00fcr so eine Situation gab es keinen Plan. Die Frauen im Trauerraum wurden gebeten, ihr Wehklagen zu beenden, den Neuank\u00f6mmlingen wurde bedeutet, dass sie ihren Weg umsonst gemacht h\u00e4tten und die letzten in der Schlange vor der K\u00fcche wussten nicht so recht, ob sie unter diesen Umst\u00e4nden noch um einen gef\u00fcllten Teller bitten durften.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:54% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"267\" src=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/A-Festa-3.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2276 size-full\" srcset=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/A-Festa-3.png 400w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/A-Festa-3-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Manche begannen zu lachen und sagten, Luisa sei wirklich schon immer eine ganz bemerkenswerte Frau gewesen. Und so nahm diese Zusammenkunft den Charakter eines dieser Feste an, die Luisa so sehr liebte.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Am sp\u00e4ten Nachmittag zerstreuten sich die Besucher wieder, nur die n\u00e4chsten Verwandten und Nachbarn blieben im Hause. Es musste ja weiterhin jederzeit mit dem Ableben Luisas gerechnet werden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"font-family: Constantia, serif;\">Am Sonntagmittag traf ein weiterer Anruf von Jaime ein. Luisa war am Morgen um 8.00 Uhr lokaler Zeit sanft gestorben ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Abendessen am Sonntag im Kreise der Familie ihres Sohnes Jaime f\u00fchlte sich Vov\u00f3 Luisa nicht besonders. Mit unsicheren Schritten ging sie zum Sofa und streckte sich dort aus \u201eIch muss ein wenig ausruhen, der Tag war anstrengend\u201c. 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