{"id":1610,"date":"2024-09-15T11:17:44","date_gmt":"2024-09-15T10:17:44","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/?page_id=1610"},"modified":"2026-04-15T17:21:03","modified_gmt":"2026-04-15T16:21:03","slug":"luisa-singt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/?page_id=1610","title":{"rendered":"Luisa singt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"761\" src=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-1024x761.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2239 size-full\" srcset=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-1024x761.jpg 1024w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-300x223.jpg 300w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra-768x571.jpg 768w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/senhora-negra.jpg 1184w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wegen euch bl\u00f6den Viechern breche ich mir noch mal die Beine.&#8220; Luisa stolperte hinter ihrem Haus zwischen den Felsen herum und auf ihre H\u00fchner war sie gerade gar nicht gut zu sprechen. Tats\u00e4chlich legten die ihre Eier an den unm\u00f6glichsten Stellen und man musste die ganze Gegend absuchen, um sie zu finden.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und man durfte keines \u00fcbersehen, sonst hatte man sp\u00e4ter ein faules dabei. Luisa hatte auch schon mal probiert, die H\u00fchner einzuz\u00e4unen, aber dann legten sie \u00fcberhaupt nicht mehr \u2013 jedenfalls viel weniger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luisa stellte den Holzkorb auf einen grossen Stein und blickte zum Haus hinunter. Auf dem Pfad n\u00e4herte sich eine Gestalt. Dem Gang nach konnte es eigentlich nur Nita sein. Nita war ebenfalls Witwe und wohnte alleine in einer H\u00fctte 200 Meter weiter unten. Sie war ganz in schwarz gekleidet. Komisch eigentlich \u2013 Nitas Mann war doch seit \u00fcber 3 Jahren tot und sie hatte die Trauerkleidung im letzten Jahr schon nicht mehr getragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luisa nahm den Korb und ging Nita entgegen. &#8222;Oi Nita, willst du zu mir? Ist was passiert? Ist wer gestorben?&#8220; Nita guckte ziemlich perplex, \u00f6ffnete den Mund, aber au\u00dfer einem &#8222;\u00c4h&#8220; brachte sie nichts heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">__________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luisa wohnte schon immer in diesem Haus. Nach dem Tod ihrer Eltern war es in ihren Besitz \u00fcbergegangen und ihre acht S\u00f6hne wurden hier geboren. Sieben von ihnen waren in die USA ausgewandert. F\u00fcnf nach Brockton in Massachusetts und zwei nach Florida \u2013 genauso, wie es die meisten aus der weitl\u00e4ufigen Verwandtschaft vor ihnen und auch nach ihnen gemacht hatten. Die Vorstellung, dass man nur dann ein gutes Leben haben kann, wenn man es schafft, den Kapverden den R\u00fccken zu kehren, war \u00fcberm\u00e4chtig &#8211; seit Jahrhunderten. Und wer wei\u00df, vielleicht stimmte das ja auch. Bis auf Rui gab es von allen S\u00f6hnen nur erfreuliche Nachrichten. Orlando war jetzt sogar Arzt am Brockton Hospital.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"ein_Fass\" class=\"popmake-1879 wp-block-paragraph\">Trotzdem, Luisa liebte ihr Leben in Monte Alexo mit den H\u00fchnern und Ziegen. Aber ehrlich gesagt war es nur deshalb m\u00f6glich, weil ihre Kinder jedes Jahr <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">ein Fass<\/mark><\/strong> mit Lebensmitteln, Kleidung, vielen anderen n\u00fctzlichen Dingen und auch ein paar Dollar schickten. Im letzten Jahr war das besonders wichtig gewesen. Es hatte im Juli geregnet und Luisa hatte Mais und Bohnen ausges\u00e4t und dann kam kein Tropfen mehr vom Himmel. Die Pflanzen liefen auf und vertrockneten wieder &#8211; was f\u00fcr ein trauriger Anblick.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"20-Liter-Eimer\" class=\"popmake-1886 wp-block-paragraph\">Gestern hatte Luisa den Wasserstand in ihrer Zisterne gemessen. Noch f\u00fcnfzehn Zentimeter. In zwei Wochen war Schluss und dann musste sie mit dem <strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">20-Liter-Kanister<\/mark><\/strong> zur \u00f6ffentlichen Zisterne runter und das Wasser auf dem Kopf den Berg hochtragen. Sie hatte das schon einmal gemacht vor vier Jahren, als es \u00fcberhaupt nicht geregnet hatte. Vielleicht sollte sie schon jetzt damit anfangen und das restliche Wasser als Reserve behalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem ausbleibenden Regen wurde es auch t\u00e4glich m\u00fchseliger, das Futter f\u00fcr die H\u00fchner und Ziegen zu beschaffen. Die Wege zu den letzten Stellen, wo noch vertrocknetes Gras oder Stroh stand, wurden immer l\u00e4nger. Vier K\u00e4se stellte Luisa t\u00e4glich her, an guten Tagen auch f\u00fcnf. Daf\u00fcr reichte die Milch der 10 Ziegen aus. Alle drei Tage kam Nilton mit seinem Pick-up vorbei, holte den K\u00e4se ab und brachte ihn zum Markt nach S\u00e3o Filipe. Sechzig escudos bekam sie f\u00fcr jeden K\u00e4se und das war ihre einzige Geldquelle. Ohne die Hilfe ihrer Kinder h\u00e4tte sie ihre Existenz in den Bergen schon l\u00e4ngst aufgeben m\u00fcssen, wie es viele ihrer ehemaligen Nachbarn bereits getan hatten. Die lebten jetzt bei Verwandten in S\u00e3o Filipe und wenn sie das Geld zusammen hatten, wanderten sie in die Staaten oder nach Europa aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich beklagte sich Luisa bei jedem, der es h\u00f6ren wollte, \u00fcber ihr schweres Schicksal, aber insgeheim hatte sie ein Strahlen im Herzen und nach Brockton umziehen, wozu ihre S\u00f6hne sie immer wieder zu \u00fcberreden versuchten \u2013 nie und nimmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oft sa\u00df Luisa am Abend auf der Bank vor ihrem Haus, blickte auf das Meer hinaus und beobachtete die Sonne, wie sie langsam hinter Brava unterging. Luisa wusste, dass sie wirklich \u00fcberhaupt kein Talent zum Singen hatte, aber hier konnte sie ja niemand h\u00f6ren und manchmal lie\u00df sie ihrem Gl\u00fcck freien Lauf und sang aus voller Kehle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">__________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:42% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Nita-puhlt-Bohnen.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2234 size-full\" srcset=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Nita-puhlt-Bohnen.jpeg 1024w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Nita-puhlt-Bohnen-300x300.jpeg 300w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Nita-puhlt-Bohnen-150x150.jpeg 150w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Nita-puhlt-Bohnen-768x768.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nita sa\u00df ebenfalls vor ihrem Haus und pulte Bohnen. Es war der letzte Sack mit getrockneten Bohnen vom vorigen Jahr. Landwirtschaft war auf dieser Seite von Fogo ein Gl\u00fccksspiel. In diesem Jahr waren die tropischen Tiefdruckgebiete kurz vor dem Erreichen der Kapverden wieder nach S\u00fcden abgedreht, der Regen blieb aus und der Passat wehte hei\u00df und unbarmherzig aus Nordost. Die Ernte w\u00fcrde ausfallen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber Gott sei Dank hatte sie ja noch ihre Arbeit bei Fernando. Er war ein Freund ihres verstorbenen Mannes gewesen und so hatte sie eine Arbeit in S\u00e3o Filipe im Lager des Minimercado Fernandinho bekommen. Nita konnte lesen und schreiben, f\u00fchrte die Wareneingangslisten und half beim Auff\u00fcllen der Regale. Der Lohn war zwar ziemlich bescheiden, aber zusammen mit den kleinen Betr\u00e4gen aus dem Anbau von Mais und Bohnen kam sie \u00fcber die Runden. Tiere hatte sie keine, das lie\u00df sich nicht mit der Arbeit in der Stadt vereinbaren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig schwierig waren die letzten Jahre gewesen, in denen ihr Sohn Elton in die escola secund\u00e1ria gegangen war und Nita auch noch das Schulgeld aufbringen musste. Aber es hatte sich gelohnt. Elton hatte den Abschluss geschafft und wohnte jetzt in der Hauptstadt Praia bei Onkel Caruso und arbeitete in der Buchhaltung einer Versicherungsfirma, in der auch Caruso angestellt war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nita stellte die Schale mit den Bohnen beiseite und lauschte. Von Ferne h\u00f6rte sie ein leises aber herzzerrei\u00dfendes Schluchzen. Es schien von oben aus der Richtung von Luisas Haus zu kommen. Nita ging ein paar Meter den Pfad entlang in diese Richtung und dann war sie sich sicher. Es konnte nur Luisa sein, sonst lebte dort ja auch niemand. Nita ging zur\u00fcck und wusste nicht so recht, was sie tun sollte. Dann entschloss sie sich, zu Ramiro zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"Ramiro\" class=\"popmake-1892 wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-blue-color\">Ramiro<\/mark><\/strong> betrieb einen kleinen Kr\u00e4merladen an der oberen Ringstra\u00dfe, in dem er auch wohnte und der praktisch immer offen war. Er hattte das notwendigste, was die Menschen im Umkreis von ein paar Kilometern ben\u00f6tigten, von Speise\u00f6l bis zur Feldhacke und Zigaretten verkaufte er einzeln. Auch Bier und Grogue fehlten nie. Und Ramiro hatte ein Telefon, das einzige in der Gegend. In dringenden F\u00e4llen konnte man in S\u00e3o Filipe z.B. im Hospital anrufen und manchmal kamen sogar Anrufe von Verwandten aus \u00dcbersee, um eine Nachricht zu hinterlassen. Au\u00dferdem konnte man anschreiben lassen und fast alle hatten eine oder auch mehrere Seiten in der schwarzen Kladde, die Ramiro sorgsam in einer Schublade unter dem Ladentisch verwahrte und deren Schl\u00fcssel er immer an einer kleinen Kette am G\u00fcrtel trug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn am Nachmittag die Sonne hinter dem Haus verschwand, trudelten die M\u00e4nner aus der Umgebung ein, um ein kleines Getr\u00e4nk zu sich zu nehmen, Neuigkeiten auszutauschen und eine Runde bisca zu spielen. Und zu fortgeschrittener Stunde war die Stimmung meist ausgesprochen heiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nita betrat den kleinen Laden und sah im ersten Moment fast nichts. Es war schummrig, weil Ramiro auch in dem Fenster neben der T\u00fcr Konservendosen gestapelt hatte und daran mussten sich die Augen nach dem glei\u00dfenden Sonnenlicht erst einmal gew\u00f6hnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eOi, Nita, was kann ich f\u00fcr dich tun?\u201c Nita fragte, ob Luisa in letzter Zeit im Laden gewesen w\u00e4re. \u201eNein, in dieser Woche war Luisa noch nicht da. Was gibt es denn?\u201c Nita erz\u00e4hlte von Luisas Verzweiflung und erkundigte sich, ob jemand etwas genaueres w\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs ist wohl wegen Rui,\u201c mischte sich Jorge ein, der gerade auch den Laden betreten hatte. \u201eEr hatte ja Krebs, ich glaube mit dem Darm. Und das schon ziemlich lange.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:57% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Luisa-singt-1024x683.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2570 size-full\" srcset=\"https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Luisa-singt-1024x683.png 1024w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Luisa-singt-300x200.png 300w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Luisa-singt-768x512.png 768w, https:\/\/wordpress2.sao-filipe.com\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Luisa-singt.png 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJa, f\u00fcrchterlich. Dagegen sind die \u00c4rzte machtlos, sogar in den Staaten. Dabei war er doch erst f\u00fcnfzig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ramiro holte ein paar Schnapsgl\u00e4ser aus dem Regal hinter sich und schenkte ein. \u201eGeht auf&#8217;s Haus.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So gest\u00e4rkt machte sich Nita wieder auf den Weg nach oben. Sie dachte an den Tod ihres Mannes und auch an den von Luisas Mann, der fast zur gleichen Zeit gestorben war. Und jetzt Rui. Schrecklich, schrecklich, schrecklich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">__________<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eSch\u00f6n, dass du mich mal besuchst, Nita. Komm rein, ich mache uns einen Tee.\u201c Luisa stellte den Korb mit den Eiern auf dem K\u00fcchentisch ab, sch\u00f6pfte Wasser aus der Tonne und goss es in den Wasserkessel. In der Feuerstelle war noch Glut und sie brauchte nur ein paar Holzst\u00fccke auflegen und den Kessel auf das Dreibein zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWie geht\u2019s denn Elton und Caruso? Sind sie noch bei dieser Firma?\u201c Nita hatte ihre \u00dcberraschung verdaut und erz\u00e4hlte von der Karriere ihres Sohnes. Das war sowieso ihr Lieblingsthema. Und so entspann sich zwischen den beiden Frauen ein typischer Nachbarschaftsklatsch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der dampfende Tee vor ihr stand, entschloss sich Nita zu der Frage, die ihr am meisten unter den N\u00e4geln brannte: \u201eUnd Rui, gibt\u2019s da was Neues?\u201c Luisa erz\u00e4hlte, dass sie schon l\u00e4nger nichts mehr geh\u00f6rt h\u00e4tte, aber das sei ja ein gutes Zeichen. Die \u00c4rzte h\u00e4tten vor ein paar Monaten ein St\u00fcck Darm entfernt und die Operation sei gut verlaufen. \u201eWenn etwas nicht in Ordnung ist, ruft einer meiner S\u00f6hne sicher bei Ramiro an und hinterl\u00e4\u00dft eine Nachricht.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAber Nita, warum tr\u00e4gst du denn jetzt wieder schwarz?\u201c Die Neugierde lie\u00df Luisa keine Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWei\u00df ich auch nicht, irgendwie war ich vorhin beim Anziehen mit den Gedanken ganz woanders.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann wandten sich die Frauen wieder dem Thema Wetter zu und beklagten ausgiebig das Ausbleiben des Regens und das harte Los, das sie als verwitwete Landfrauen gezogen hatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wegen euch bl\u00f6den Viechern breche ich mir noch mal die Beine.&#8220; Luisa stolperte hinter ihrem Haus zwischen den Felsen herum und auf ihre H\u00fchner war sie gerade gar nicht gut zu sprechen. 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