Wasser und Wege in der Chã das Caldeiras

Nach dem Vulkanausbruch im November 2014 haben die Bewohner der Chã das Caldeiras die weitgehend zerstörte Infrastruktur teilweise wiederhergestellt. Dies geschah ohne behördliche Genehmigungen und gegen den erklärten Willen der Politik. Aber die diskutierten Alternativen außerhalb der Chã wurden von der betroffenen Bevölkerung weitgehend abgelehnt und so entstand eine neue Besiedlung sozusagen im „rechtsfreien“ Raum.

Mittlerweile scheint die Politik die geschaffenen Fakten anzuerkennen und beteiligt sich am Wiederaufbau der Infrastruktur auch innerhalb des Kraters. Nach Aussage des Bürgermeisters von Santa Catarina soll ein grundlegendes Problem bis Ende März gelöst sein: die Wasserversorgung. In den nächsten Tagen soll eine Bohrung begonnen werden, und es wird erwartet, auf ausreichend Wasser zu treffen, um die Bevölkerung der Chã versorgen zu können. Das dazu benötigte technische Gerät befindet sich bereits auf Fogo  und das Wasser soll dann in eine weniger als 500 Meter entfernte Zisterne gepumpt werden.

Diese Bohrung ist eine von sechs, die auf der Insel Fogo durchgeführt werden, um die Trinkwasserversorgung und die Wasserversorgung der Landwirtschaft zu verbessern und die von der Afrikanischen Entwicklungsbank (BAD) mit insgesamt ca. 900.000 Euro finanziert werden.

Im Unterschied zu den übrigen fünf neuen Wasserstationen, deren Pumpen mit konventioneller Energie betrieben werden, soll die Energie für die Pumpstation der Chã mittels Fotovoltaik in einem kleinen Solarpark gewonnen werden.

Vor einer Woche wurde bereits mitgeteilt, dass von staatlicher Seite ein Wegebauprojekt ausgeschrieben wurde mit dem Ziel, die desolate Piste vom Eingang der Chã bis nach Portela und Bangaeira durch eine reguläre Strasse zu ersetzen.

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